Der Grund, weshalb diese spirituelle Seminar- und Ferienwoche nun schon seit 20 Jahren in Dole statt findet

 

 

Die Grund-Idee

 

Die Idee eines solch einwöchigen Retreats ist es, die Prioritäten tief in sich drin wieder zurechtzurücken. Die Tendenz der Einschläferung ist stark.

Wir spüren den inneren Ruf, die Ahnung, dass das Leben doch eigentlich ganz anders sein könnte… und doch hat man immer wieder die gleiche Ausrede, sich nicht wirklich einzulassen: Man hat nun gerade nicht die Zeit dafür.

Keine oder zuwenig Zeit für das Wesentliche zu haben ist eine ziemlich haarsträubende Aussage von Menschen, die sich im Unwesentlichen verloren haben.

Dem Wesentlichen auszuweichen bedeutet Leiden.

Der Konflikt mit der scheinbaren Unvereinbarkeit des Funktionierens in der äusseren Gesellschaft, den scheinbaren Aufgaben und Pflichten in der äusserern Welt und dem inneren Weg ist nur Ausdruck der Ausblendung in der eigenen Ausrichtung. 

Man kann sich reiben an seiner Arbeit, an seinem Geldverdienen oder an der Familie und Kindern… den vermeintlichen Notwendigkeiten und Sachzwängen der äusseren Welt.

Eigentlich gibt es diese Zwänge gar nicht. Sie sind nur im Geist, in der Vorstellung, in der Begrenzung der eigenen Sicht. Diese Dinge bilden nur den äusseren Rahmen des Körpererhaltes – aber für was erhält man denn diese Körper?

Es besteht keinerlei Notwendigkeit oder Zwang für irgendeinen Menschen der Erde, gleichgültig welcher Tätigkeit er nachgeht, die eigentlich wesentliche Angelegenheit des Lebens hinten anzustellen, weil er keine Zeit für Innenkehr und Selbstforschung, für Radha und Krishna, hätte oder weil er zu beschäftigt sei. Wenn ich innerlich wirklich bereit sein will, sind es die Umstände immer auch.

 

Es geht nur um das Erkennen der absoluten Priorität des inneren Weges, um meine Umkehrung zur inneren Welt hin, um die Konsequenz und Treue zu meiner Sehnsucht für das Wesentliche, um meine Würde für das Selbst, um die Erkenntnis des Wesens. Letztlich um Gott alleine.

 

Die Verdrehung der Wertesysteme, die sich aus Unwissenheit so einrangiert haben, ist immer wieder neu zu ordnen. Durch Missverständnisse, durch Verwirrung, durch Vergessen, durch Unwissenheit, durch Gewohnheit drängt sich Unwesentliches an einen Platz, der ihm eigentlich nicht zusteht.

Ich darf mich erinnern, was ich wirklich will, warum ich hier bin, was meine Bestimmung ist. Mich erinnern, was Krishna eigentlich will.

In solch einer Woche wird das Gewahrsein aktiviert, dass das äussere Leben dem inneren zu dienen hat und nicht umgekehrt.

In einer veräusserlichten Welt hat sich das irgendwie umgekehrt.

Wenn man dies wieder klar stellt, dann hat man nicht mehr das Problem, keine Zeit mehr zu haben für das Wesentliche. Dann erübrigt sich der lebenslange Konflikt, der im Glauben entstand, die äussere Umgebung, die Familie oder Kinder, die viele Arbeit oder die Existenzsorge erlaube einen nicht, der eigenen Seele den Vorrang zu schenken.

Das Paradigma der inneren Aufreibung war der Magnet, der einen immer wieder an die Oberfläche drückte und der Antrieb zur Verschmelzung mit der Welt der Identifikation. 

Im Erkennen, dass keine Macht der Aussenwelt das kleinste Fünkchen aufrichtiger innerer Zuwendung erdrücken könnte, bleibt nur ein tiefer Friede als Grunderfahrung.

Dann schliesst sich die Kluft zwischen der innersten Sehnsucht und der Art und Weise, wie ich mein Leben verbringe. Das ist versöhntes Leben.

 

Dazu vermag diese Woche ein kleiner Anstoss sein…

Wir freuen uns, dich da zu begrüssen.